Tipps gegen Katzenkot im Sandkasten

Schmutzige Kinderkleidung ist das geringste Übel nach ausgedehnten Bauarbeiten im Sand.

Auch so manch tierischer Besucher buddelt heimlich mit und hinterlässt dabei sein Vermächtnis.

Zeit also, das Hygieneproblem mit Hilfe der folgenden Tricks anzugehen.

Tipps gegen Katzenkot im Sandkasten

Das feine Mineral eines Sandkastens lockt nicht nur lernbegierige Kinder an.

Streunende Katzen sehen einen solchen Platz aus einer ganz anderen Perspektive und nehmen das lockere Sediment vor allem als bevorzugten Ort für ihr nächstes Geschäft wahr.

Zwar stellen Einzelfundstücke von Katzenkot in der Regel noch kein großes Problem dar, aber schnell wird ohne geeignete Gegenmaßnahmen der Ausflug in das Spielparadies von Kleinkindern für die flauschigen Vierbeiner zur Gewohnheit.

Als Folge drohen neben permanentem Ekel auch gesundheitliche Komplikationen wie Wurmbefall oder die für Schwangere gefährliche Toxoplasmose durch den Kontakt mit Exkrementen.

Doch mit der richtigen Abwehrstrategie stehen die Chancen im Kampf um die Hygiene in der Sandgrube nicht schlecht.

Hinter Schloss und Riegel

Gelegenheit macht bekanntlich Diebe.

Daher liegt es auf der Hand, das zu schützende Objekt einbruchssicher abzuschotten.

Die wohl einfachste Lösung für kleine Sandkästen: Solide Holzklappen mit Sperrmechanik verwehren neugierigen Katzen zuverlässig den Zutritt.

Allerdings sind solche Vorrichtungen nicht für alle Modelle zu haben. Bei steigender Gesamtfläche bieten sich Abdeckplanen* als Alternative an.

Doch Vorsicht: Katzen stellen immer wieder ihre Wertschätzung mit einer beachtlichen Portion Hartnäckigkeit gegenüber dem begehrten Buddelplatz unter Beweis.

Gibt es eine Schwachstelle, findet sich diese auch und das Tier schlüpft kurzerhand einfach unter der flexiblen Abdeckung hindurch.

Objekte zum Beschweren der Abdeckung und zur Sicherung vor kräftigen Windstößen verschaffen hier Abhilfe.

Die Nase als Achillesferse

Ein ausgeprägter Geruchssinn ist in der Tierwelt häufig ein unverzichtbares Instrument, um Feinde oder Beute ausfindig zu machen.

Gleichzeitig bedeutet die hohe Empfindlichkeit aber auch eine Schwachstelle, die zum Schutz von Sandkästen durchaus gelegen kommt. Üble Gerüche verderben Katzen den Spaß und schrecken sie wirkungsvoll ab.

Manche schwören auf Pfeffer oder Knoblauch, was bereits in äußerst geringen Mengen die geschickten Vierbeiner einen großen Bogen um die markierte Zone machen lässt.

Auch Kaffeesatz erweist sich dank seiner Bitterstoffe als potentieller Störfaktor, ist aber eher für den Einsatzbereich in Blumenbeeten gedacht.

Wer eine naturbelassene Lösung bevorzugt, der sollte seinen Blick auf die Plectranthus caninus richten.

Deren Duftnote bekommt Katzen sowie Hunden ebenfalls schlecht, was ihr auch die charmante Bezeichnung als Verpiss-Dich-Pflanze eingebracht hat.

Erfolg durch direkte Abschreckung?

Unwillkommener Katzenbesuch im Garten muss niemand tatenlos über sich ergehen lassen.

Ein Spritzer kühles Nass aus dem Gartenschlauch wirkt wahre Wunder gegen die wasserscheuen Tiere.

Auch laute Rufe zeigen unmissverständlich, dass Überschreitungen ins eigene Revier nicht geduldet werden.

Nach mehreren Wiederholungen über einen längeren Zeitraum hinweg tritt eine Konditionierung ein.

So bleibt der Besuch zumindest tagsüber aus.

Doch wer hat schon Zeit, ständig sein grünes Heiligtum mitsamt Sandkasten vor Eindringlingen zu bewachen?

Vor allem in der Nacht im Schutz der Dunkelheit gibt es keine Garantie auf andauernden Erfolg.

Außerdem stellt für viele Besitzer ein derart rustikales Vorgehen gegen die eigene Hauskatze oft keine akzeptable Option dar.

Technologische Kriegsführung

Moderne Technologie läutet die nächste Runde zwischen Katze und Mensch am Kampfschauplatz Sandkasten ein.

Elektronische Behelfsmittel stoßen kleinen Raubtieren in der Regel böse auf, können aber auch anderen Gartenbesuchern gehörig auf den Wecker gehen.

Derartige Geräte – auch oft Katzenschreck* genannt – verfügen über unterschiedliche Ausstattung und Methoden, um ihren natürlichen Widersachern Herr zu werden.

Ultraschallgeräte sondern in zyklischen Abständen hochfrequente Töne ab, die zwar das menschliche Gehör nicht wahrnimmt, aber tierisches Trommelfell effektiv strapaziert.

Eine permanente Beschallung beeinträchtigt großflächig leider auch erwünschte Mitbewohner, sofern der Sandkasten in einer Gartenanlage liegt.

Komplexere Geräte verfügen deshalb über Bewegungsmelder und aktivieren erst dann Ultraschall oder sogar Blitzlichtvorrichtungen, sobald eine verdächtige Bewegung registriert wird.

Zur Krönung feuert manches Modell gezielt sogar einen weit reichenden Wasserstrahl ab. Selbst hartgesottenen Vertretern der Katzenzunft dürfte dies zu viel des Guten sein.

Funde von Katzenkot im Sandkasten dürften so zukünftig zu einer absoluten Ausnahme werden.