Ameisen im Sandkasten – Tipps

Fremdkörper wie Laub, Äste oder Steine im Sandkasten sind ein überschaubares Problem.

Haben jedoch erst einmal ganze Insektenkolonien darin ihr Domizil aufgeschlagen, stehen viele der feindlichen Übernahme hilflos gegenüber.

Mit den richtigen Tipps gegen die Einwanderung von Ameisen bleibt Sandkastenbesitzern eine verzweifelte Kriegsführung oder gar die drohende Kapitulation erspart.

Insektenimperium in der Spielkiste

Schwarze Ameisen sind eine geschäftige Gesellschaft und noch dazu vollkommen ungefährlich für den Menschen.

Nichtsdestotrotz haben sie im Sandkasten in großer Anzahl nichts verloren.

Ausscheidungen der Tiere und massenhaftes Aufkommen sind auf Dauer ein eindeutiger Störfaktor für kleine Sandarchitekten.

Bei Gefallen der Königin vervielfältigen sich die eigentlich sympathischen Arbeiter in nur wenigen Tagen und sorgen bald trotz fehlender Aggressivität für große Unsicherheit bei spielenden Kindern.

Ein deutlich weniger zimperliches Verhalten legen deren roten Artgenossen, die Gartenameisen, an den Tag.

Diese setzen bei Gefahr gerne ihren kleinen Giftstachel zur Verteidigung ein.

Das Ergebnis eines Angriffes von macht sich in einem leichten, stechenden Brennen, vergleichbar mit der Auswirkung einer Brennnessel, auf der Hautoberfläche bemerkbar.

Einzelne Exemplare stellen keinerlei Gefahr dar, aber die Menge macht den Unterschied – und Ameisen sind selten alleine anzutreffen, wenn sie tatsächlich den Sandkasten zu ihrer neuen Heimat auserkoren haben.

Im schlimmsten Falle tritt eine allergische Reaktion auf, ansonsten genügen auch weinende Kindergesichter aufgrund völlig überraschender Schmerzen mitten im vermeintlich sicheren Sandrefugium vollauf, um der lustigen Buddelei vorzeitig ein jähes Ende zu bereiten.

Paradiesische Zustände im Sandunterschlupf

Trockener Sand eignet sich schlecht für den Tunnelbau – zu instabil im Vergleich zur festeren Erde.

Außerdem wühlen ständig diese gigantischen Zweibeiner darin herum, was der Langlebigkeit eines Ameisenbaus nicht zuträglich scheint.

Es ist weniger die Liebe zum Sand, sondern das äußerst günstige Klima in vielen Sandkästen, was die Aufmerksamkeit der Insekten anzieht.

Es mutet schon fast ironisch an: Planen und Abdeckungen sollen Katzen und weitere Tiere fernhalten, aber genau dieser Schutz lockt dafür die emsigen, kleinen Sechsbeiner an.

Keine direkte Sonnenstrahlung, dafür eine schön feuchtwarme Umgebung und kein Risiko, von einem Regenschauer weggespült zu werden, sind perfekte Überlebensbedingungen für die nächste Generation an Ameisen.

Es braucht nur noch einen direkten Zugang zum Erdreich und das neue Zuhause überstrahlt mühelos so manche Wohnalternative im Garten.

Ein fehlendes Unkrautvlies als Unterlage ist daher ganz gewiss keine sinnvolle Sparmaßnahme beim Sandkasten.

Zu den Waffen – oder lieber Einsicht zeigen?

Schon oft haben Ameisen den Zorn von Garten- und Hausbesitzern auf sich gezogen.

Hin und wieder geschieht dies auch völlig zurecht. Erprobte Kampfstrategien greifen ohne jeden Zweifel auch bei Ameisen im Sandkasten, aber der Griff zur chemischen Keule artet mit absoluter Sicherheit in einem Pyrrhussieg aus.

Wer will seinen Nachwuchs schon in einem vergifteten Sandhaufen wühlen lassen?

Auch biologisch abbaubare Mittel helfen hier keinen Deut weiter, denn das Massensterben und die zahllosen Überreste an vermodernden Insektenleichen führen ebenfalls zu einer garantiert unzumutbaren Verunreinigung des Spielsandes.

Nicht anders verhält es sich mit kochend heißem Wasser – all diese genialen Tricks bringen nicht die erhoffte Rettung vor den winzigen Plagegeistern.

Siegt die Vernunft über Wunsch nach Vergeltung, bleibt nur noch eine logische Konsequenz aus der Invasion zu ziehen: Der komplette Wechsel des Sandes steht an.

Nützliche Tipps zur angemessenen Entsorgung von Spielsand helfen dabei.

Nur wie lange dauert es wohl, bis die nächste Insektenkolonie in das frisch gemachte Nest einzudringen versucht?

Ameisen als Untermieter unerwünscht

Eine absolute Garantie gibt es niemals, dafür sind Ameisen einfach zu klein. Es genügt jedoch bereits, ihnen den Zugang und somit deren Interesse an dem Spielplatz für Kinder deutlich einzuschränken.

Die vernünftigste Antwort auf diese Situation ist es, frischen Spielsand zu kaufen und den alten Spielsand zu entsorgen.

Nach der Entledigung der kürzlich durch Ameisen verseuchten Restbestände bietet sich die Gelegenheit an, einem zukünftigen Befall effektiv vorzubeugen. Der nun leer stehende Sandkasten muss von den Überbleibseln der Völkerexplosion gründlich gesäubert werden.

Dazu bietet sich zur Sterilisation kochend heißes Wasser an.

Als nächstes gilt es, die undichte Schwachstelle am Boden auszumerzen.

Ein Bodenvlies unterbindet den Kontakt zur Erde und verdirbt Ameisen gründlich den Spaß an ihrem neuen Heim.

Nur für Gartenflächen und Unkrautwuchs ausgelegte Materialien kommen hierfür in Frage, selbst die kleinsten Schlupflöcher könnten ansonsten von Ameisen im Sandkasten gnadenlos ausgenutzt werden.

Mühen und Kostenaufwand verliefen dann im wahrsten Sinne des Wortes im Sande.

Trotz gelungener Abschottung ist auch eine halbwegs gute Durchlüftung ein entscheidendes Element, damit das von Insekten bevorzugte, warme Klima gar nicht erst entsteht.

Anstelle von hautengen Planen bewährt sich gegen Katzen eine aus Kaninchendraht und Holz gefertigte Konstruktion gleichermaßen, lässt aber auch ausreichend Freiraum für die Luftzirkulation übrig.

Folgend sind noch einmal zum Nachlesen alle wichtigen Punkte für den erfolgreichen Kampf gegen Ameisen im Sandkasten kurz zusammengefasst.

  • Entsorgung des kontaminierten Spielsandes
  • Reinigung durch heiße Wasserspülung
  • Auslegen eines Bodenvlieses
  • frischen Spielsand kaufen* und einfüllen
  • auf eine atmungsaktive Abdeckung zurückgreifen