Spielsand – Was muss ich wissen?

Sand – der Begriff lässt sofort endlosen Wüstendünen oder den angenehm weichen Boden eines Strandes mit Meeresrauschen im Hintergrund vor dem geistigen Auge erscheinen.

Natürlich gehört dazu auch der Sandkasten, das Heiligtum vieler Kinderspielplätze und unbestritten eines der schönsten Freizeitbeschäftigungen für kleine Rabauken.

Grundvoraussetzung für spaßige sowie ertragreiche Nachmittage im gekörnten Mineral bleibt die richtige Konsistenz des Sandes.

Damit der Sandkasten nicht gemieden wird, sondern für gute Stimmung unter den Kleinen sorgt, muss der geeignete Spielsand her.

Die wichtigsten Eigenschaften

Erfahrungen auf einem Sandhügel mit hohem Kiesanteil verdeutlichen: Sand ist nicht gleich Sand.

Grobe Steine, die teilweise auch scharfe Kanten besitzen, erschweren das Ausheben von Gruben und Gängen und bergen zudem auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Feinster Sand, der schnell austrocknet, mag sich zwar zunächst recht angenehm anfühlen, sorgt aber in nicht minderem Maße für Frustration.

Kaum fehlt das formgebende Plastikspielzeug, stürzt das erhoffte Meisterwerk in sich zusammen.

Herabrieselnder Sand von bröselnden Tunneldecken verschütten schnell jeden Durchgang.

Also muss eine Lösung für dieses Problem gefunden werden.

Ein anschmiegsamer Händefreund soll er sein – auf keinen Fall zu grob aber gleichzeitig auch nicht zu fein in seiner Beschaffenheit.

Trotzdem darf es nicht an Biss fehlen, um selbst ambitionierten Kreationen wie Burgen mitsamt Mauerwerk einen stabilen Halt zu verschaffen.

Zusätzliche Feuchtigkeit für bessere Hafteigenschaften ist bei hochwertigem Spielsand nicht zwingend notwendig.

Damit all die Anstrengungen, Herzblut und Schweiß im kindlichen Bau- und Buddelgewerbe nicht unmittelbar nach Fertigstellung wieder im Sand verlaufen, braucht es das richtige Material.

Geeignete Produkte sind in der Regel als Spielsand deklariert und setzen sich aus gesiebtem und gewaschenem Quarzsand zusammen.

Konsistenz: die Mischung entscheidet

In der Regel beträgt die Größe eines Sandkorns etwa zwischen 0,05 und 2 mm. Je nach Zuordnung handelt es sich um grobkörniges, gemischtes oder feines Gut.

Als optimal erweist sich eine Zusammensetzung aus allen Bereichen mit einer klaren Dominanz der Körnung im Bereich von 0,5 bis 1,5 Millimetern.

Abgerundete und gesiebte Quarzsteinchen schonen die Hand und haben dank der gleichmäßigen Kornverteilung eine sehr griffige und formbare Struktur.

Damit es dem Baustoff für junge Baumeister nicht an Stabilität fehlt, greifen Hersteller auf verschiedene Tricks zurück, um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten.

Zusätzliche Anteile von Lehm sind häufig anzutreffen, aber auch verträgliche Bindungselemente anderen Ursprungs sollen eine gewünschte Plastizität und Griffigkeit bereitstellen.

Rückstände an Kleidern bleiben so trotz des Klebeeffektes immer mit angemessenem Aufwand entfernbar.

Ausgezeichnete Festigkeit bietet der neuartige, kinetische Sand, der mit ungiftigen Polymeren eine erstaunliche Dynamik entfaltet.

Allerdings machen die deutlich höheren Preise pro Kilogramm und die Beschaffenheit die Anwendung im Sandkasten eher wenig attraktiv.

Gesundheit geht vor

Erhältlich ist Spielsand in Baumärkten und Online-Shops in abgepackter Form.

Größere Mengen werden auch direkt per Transporter geliefert.

Wer frischen Spielsand bestellen möchte, sollte dringend auf Sicherheitshinweise achten.

Der Sand muss auf jeden Fall frei von Schadstoffen wie Umweltgiften oder Verunreinigung durch Keime sein.

Damit dies auch so bleibt, sind Regeln für die Hygiene im Sandkasten gewissenhaft zu beachten, da ansonsten schnell Verschmutzung durch Tierkot und Mikroorganismen droht.

Entsprechende Prüfsiegel des TÜVs oder die Ausweisung der Sicherheitsnorm DIN EN 71/3 für Kinderspielzeug geben hier wichtige Anhaltspunkte bezüglich dieser Eigenschaften.